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Bloggerevent – Mütter gegen Meningitis

(Anzeige) Ich durfte mich vor einiger Zeit über die Einladung zu einem Mutter-Kind Event freuen, es ging um das Thema Meningits. Ich freue mich immer ganz besonders über solche Events, weil ich mich gerne mit anderen Mamas austausche. Das Thema war mir natürlich ein Begriff, da meine Tochter selbst auch geimpft wurde. Es geht mir hier aber nicht um Impfungen, sondern rein um die Aufklärung zu dem Thema Meningitis. Mir ist es wichtig, dass ihr euch mit dem Thema auseinandersetzt und wisst worum es geht, um so entscheiden zu können, ob eine Impfung für euch notwendig ist oder nicht.

Meningitis

Obwohl eine Meningitis Erkrankung sehr selten ist (2016 gab es 37 Fälle in Österreich), endet sie meist mit schweren gesundheitlichen Folgen oder sogar dem Tod. Meningokokken Bakterien können sich in einer Gehirnhautentzündung oder in einer Blutvergiftung zeigen. Übertragen werden die Meningokokken durch Tröpfcheninfektion. Die Bakterien befinden sich im Nasenraum und können so durch Küssen, Nießen oder Husten weitergegeben werden. Ungefähr 10 Prozent der Europäer tragen die gefährlichen Bakterien in sich, wobei es nur bei wenigen zum Ausbruch kommt, weitergegeben können sie aber trotzdem werden.

Eine Meningokokken Erkrankung erkennt man meist wenn Kopfschmerzen, Erbrechen, Fieber, Nackensteife, Lichtempfindlichkeit und Trägheit eintritt. Falls ihr also diese Anzeichen erkennt, zählt jede Minute. Die Krankheit ist in kürzester Zeit lebensbedrohlich und sollte umgehend behandelt werden.

„Der „Glastest“ kann eine wichtige Diagnosehilfe sein: Meningokokken Infektionen äußern sich häufig durch rot-violette, anfangs nur punktförmige Hautflecken. Im Gegensatz zu anderen Ausschlägen verschwinden diese nicht, wenn man mit einem durchsichtigen Trinkglas fest dagegen drückt.“  (http://www.meningokokken-erkrankung.at/)

Es gibt weltweit unterschiedliche Meningokokken Gruppen, aber in Österreich finden sich B und C Stämme am häufigsten. Gegen diese beiden Stämme gibt es auch die passenden Impfungen. Zusätzlich wird auch empfohlen so früh wie möglich zu impfen, denn speziell Säuglinge und Jugendliche sind sehr gefährdet. Hier findet ihr noch einige Informationen falls euch das Thema genauer interessiert:

 

Auf dem „Mütter gegen Meningitis“ Event war auch eine betroffene Mutter anwesend, die uns ihre Erfahrungen mit der Krankheit schilderte. Man mag es kaum glauben, ihr Sohn hat sich damals im Krankenhaus angesteckt. Ihr Sohn hatte aber „Glück“, denn seine Mutter reagierte schnell und deshalb hat er auch überlebt. Da ihr Sohn lange im Krankenhaus war und danach auch sehr pflegebedürftig war, konnte seine Mutter ihren Beruf nicht mehr ausüben. Die ersten Jahre musste ihr Sohn weiterhin medikamentös behandelt werden um die Spätfolgen zu mildern.

Jetzt, Jahre später, geht es ihrem Sohn gut. Motorisch ist er normal entwickelt, aber die Krankheit hat Spuren hinterlassen. Kognitive Schäden führen zu Verhaltensstörungen und einer schlechten sprachlichen Entwicklung. Er ist im Vergleich zu gleichaltrigen Kindern
sprachlich leider unter dem normalen Niveau. Aber nicht nur die tragischen Folgen für das Kind sind enorm, auch die finanzielle Belastung kann für eine betroffene Familie fatal sein. In dem Fall der anwesenden Mutter war die finanzielle Belastung tragbar, da ihr Mann für die Kosten gut aufkommen konnte. Ich weiß zwar, dass die Möglichkeit einer Erkrankung gering ist, aber trotzdem habe ich großen Respekt vor einer Ansteckung, denn die Folgen wären einfach schwerwiegend.

„Als jemand der auf einer Intensivstation arbeitet und dort die dramatischen Verläufe der Meningokokken Sepsis bei Kindern gesehen hat, bin ich als Arzt, aber auch als Vater einer Tochter, sehr glücklich darüber, dass es mittlerweile durch die Impfung einen guten Schutz gegen diese bösartige Erkrankung gibt. Leider ist es in den letzten Jahren immer wieder vorgekommen, dass in diversen Foren oder Beiträgen aber auch in Büchern massive Unwahrheiten verbreitet werden. Man muss mit den Kindern und deren Eltern das Gespräch suchen und sie fachlich beraten um Unklarheiten und Fehlinformationen aufzuklären und vor allem, um die daraus entstandenen Ängste zu nehmen.“ (Dr. Alexander Schneider: Kinderarzt, AKH)

„Unterm Strich soll das Kind einen guten und umfassenden Schutz durch die im Impfplan vorgesehenen Impfungen erhalten, um seinen späteren Lebensweg bestmöglich bestreiten zu können.“ (Dr. Alexander Schneider: Kinderarzt, AKH)

Hier habe ich auch noch einen Link zu 20 Impfeinwände und Erklärungen für euch.

Das Event war nicht nur informativ, sondern wir hatten auch noch jede Menge Spass, haben lecker gegessen und uns künstlerisch verwirklicht. Zum Thema Schutz durften wir uns kreativ ausleben und so entstanden tolle Bilder, die wir auch mit nach Hause nehmen durften.

Ich hoffe, dass ich euch die Thematik der Krankheit etwas näher bringen konnte. Ob ihr eure Kinder impfen wollt oder nicht, muss jeder für sich entscheiden. Da die Möglichkeit einer Ansteckung sehr gering ist, sollte man das Für und Wieder wirklich abwiegen. Ich verstehe hier beide Seite und überlegte mir gut, ob es nötig ist meine Tochter zu impfen und genau das solltet ihr auch tun. Falls ihr noch Fragen habt, beantworte ich sie euch natürlich gerne. Wie geht ihr mit dem Thema Impfungen und Schutz um?

Eure Bea

Dieser bezahlter Beitrag enthält meine eigene Meinung und Eindrücke und dient ausschließlich zur Information.

 

 

6 Comments

  1. Alexandra

    4. Dezember 2018 at 20:28

    Ich bin auf jeden Fall „pro“ impfen… meiner Meinung nach sollte ZUMINDEST das Grundimpfprogramm gemacht werden.

    1. beatrice

      5. Dezember 2018 at 06:37

      Ja sehe ich auch so wie du.

  2. Karrie

    29. November 2018 at 15:37

    Mir war das Thema bisher auch gar nicht wirklich bewusst – interessanter Beitrag!

    1. beatrice

      5. Dezember 2018 at 06:38

      Danke das freut mich wenn du die Info verwenden kannst.:)

  3. Nina

    29. November 2018 at 14:15

    Hallo Bea, ich habe mir auch lange überlegt ob ich impfen soll, haben uns aber dann dafür entschieden weil der Arzt es uns nahegelegt hat.

    1. beatrice

      5. Dezember 2018 at 06:38

      Das war bei uns auch so, haben uns aber vorab informiert um wirklich sicher zu gehen.

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